Am Sonntag, den 11. Mai 2014 um 10.00 Uhr erinnert eine Gedenkveranstaltung an die vor 71 Jahren erhängten 20 polnischen Häftlinge im Wald bei Poppenhausen, an der polnische Bürger teilnehmen. Unter ihnen ist der 94jährige Casimir Grzybowski, der damals als Zwangarbeiter in Schweickershausen in der Landwirtschaft arbeitete und der Massenexekution als „Zuschauer“ teilnehmen mußte. Bei der Gedenkveranstaltung wird eine Tafel mit den zwanzig polnischen Namen enthüllt.
Gedenken bei Poppenhausen zum 71. Jahrestag der Ermordung von 20 polnischen Männern
5. Mai 2014
Veranstaltungsreihe zur Kritik des Postnazismus in Arnstadt, Ilmenau & Suhl
4. Mai 2014
Zum Thema des Nachlebens des Nationalsozialismus in der Demokratie organisieren Antifa-Gruppen in Zusammenarbeit mit dem TVVdN/BdA e.V. eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, einer Party und einem Stadtrundgang in Arnstadt, Ilmenau und Suhl. Die Veranstaltungsreihe findet vom 06. bis 24. Mai 2014 statt. Alle Infos gibt es auf der Homepage www.postnazismus.tk
Antifaschistischer Aktionstag in Gotha
1. Mai 2014
Am 9. Mai 2014, einen Tag nach dem Tag der Befreiung, findet in Gotha ein antifaschistischer Aktionstag statt. Los geht es ab 16 Uhr im Haus des Ju.w.e.L. e.V. (Hersdorfstr. 15 in Gotha) mit einem Vortrag zur Kritik des Postnazismus. Anschließend wird der Film „Erhobenen Hauptes. [Über]Leben im Kibbuz Ma’abarot.“ gezeigt und diskutiert. Am Abend findet noch ein Antifa Solikonzert statt mit FAILED SUICIDE PLAN, DERBE LEBOWSKI, BJÖRN PENG + TBA.
Mehr aktuelle Infos gibt es auf www.aagth.afaction.info
Pressemitteilung: Thüringer VVN-BdA wählte neuen Vorstand
27. April 2014
Pressemitteilung vom 27. April 2014
Die „Thüringer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen“ hat auf einer Landesdelegierten-Konferenz am 26. April 2014 in Elgersburg einen neuen Vorstand gewählt.
Einstimmig wurde von den gut 30 Delegierten die bisherige Vorsitzende Elke Pudszuhn wiedergewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden erneut Christa Geisler und neu Paul Wellsow bestimmt. Schatzmeister des Verbandes bleibt Josef Metze. Insgesamt wurden von den Delegierten 16 Mitglieder des Verbandes in den neuen Vorstand gewählt.
Die Delegierten dankten Heinz Koch, der nach vielen Jahren engagierter Arbeit nicht erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden kandidierte, aber als Vorstandsmitglied der Thüringer VVN-BdA als aktives Mitglied erhalten bleibt. Ein großer Dank ging auch an Kurt Pappenheim, Martina Renner und Reinhard Gündel, die nicht erneut für den Vorstand kandidierten.
Mit Blick auf die anstehenden Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen warnte die Verbandsvorsitzende Elke Pudszuhn in ihrer Rede vor möglichen Wahlerfolgen neonazistischer und extrem rechter Parteien: „Wir dürfen nicht zulassen, dass rechte Parteien in den Parlamenten Rassismus, Faschismus und Geschichtsrevisionismus verbreiten!“
Intensiv diskutierten die Delegieren auch die Verbandsarbeit der letzten zwei Jahre, informierten sich über den Stand der Arbeit des Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag zur Affäre um den Erfurter Neonazi-Geheimdienst-Spitzel Kai-Uwe Trinkaus und besprachen künftige Aktivitäten der Basisgruppen und des Landesverbandes.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne Elke Pudszuhn zur Verfügung. Kontakt: elke.pudszuhn@googlemail.com
Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.thueringen.vvn-bda.de
Frischer Wind bei alten Rechten? Die „Alternative für Deutschland“
24. April 2014
Mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) drängt eine neue deutsche Rechtspartei ins Europaparlament. Wir dokumentieren das Flugblatt des Bundesverbandes der VVN-BdA zur Charakterisierung der Partei und rufen dazu auf, am 25. Mai für ein weltoffenes, soziales und tolerantes Europa wählen zu gehen!
Gedenkveranstaltung anlässlich des 69. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald
2. April 2014
“ KAMERADEN,WIR SIND FREI ! „
rief der Lagerälteste des Konzentrationslagers Buchenwald, der Häftling Hans Eiden, am 11. April 1945 um 15.15 Uhr durch den Lautsprecher des Lagertores seinen Kameraden zu.
Von denen, die es hörten und das Lager überlebten, gibt es heute nur noch wenige. Sie sind die letzten Zeitzeugen, die wir befragen können, was im Lager geschah und wie sie die Befreiung erlebt haben.
Die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos laden interessierte Schüler und Jugendliche dazu ein, sich am 11. April 2014 mit ehemaligen Häftlingen zu treffen, ihnen zuzuhören und sie bei einem Gang durch das ehemalige Häftlingslager zu begleiten und zu befragen.
Dazu ist folgender Ablauf geplant:
14.00 Uhr Treffen auf dem Appellplatz am Lagertor
Günter Pappenheim, Vorsitzender der deutschen Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und Vicepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos spricht zu den Teilnehmern über seine Erlebnisse am 11. April 1945.
Danach Gang durch einen Teil des ehemaligen Häftlingslagers.
Gedenken am Block 8, dem Kinderblock von Buchenwald (hier können eigene Aktivitäten realisiert werden)*
Am Block 45 berichtet Günter Pappenheim über das Leben in „seinem“ Block und die Solidarität, die ihm als Jugendlichen durch politische Häftlinge entgegengebracht worden ist.
Am Block 40, in dem ein Teil der Häftlinge untergebracht waren, die im illegalen Lagerkomitee und der illegalen Militärorganisation mitwirkten, erfahren wir etwas von den Vorbereitungen auf die Befreiung des Lagers.
Danach Rückkehr zum Appellplatz.
15.15 Uhr Treffen an der Gedenkplatte
Am 19. April 1945 fand hier die Totengedenkfeier der 21.000 überlebenden Häftlinge für die im Lager umgekommenen Kameraden statt. Der Schwur von Buchenwald, der an diesem Tag geleistet wurde, wird von einem ehemaligen Häftling verlesen.
* Aktivitäten und Teilnahmemeldungen nimmt Elke Pudszuhn, Ansprechpartnerin für diese Gedenkveranstaltung, unter der Tel.-Nummer: 03682/43765 oder per E-Mail: elke.pudszuhn@googlemail.com entgegen.
Suhl/Zella-Mehlis: Buchlesung mit Sandy Green am 3. und 4. April
12. März 2014
Am Donnerstag, den 3. April um 15.00 Uhr in Zella-Mehlis sowie am 4. April um 17.00 Uhr in Suhl liest die Solinger Autorin und Journalistin Sandy Green aus ihrem Buch „Leben heißt mein finstres Träumen. Die Veranstaltung in Zella-Mehlis findet in der Büchertheke der Stadt- und Kreisbibliothek, die Veranstaltung in Suhl in der Volkshochschule statt.
Mehr Infos gibt es hier: KLICK
28. Buchenwaldgedenklauf von Bad Köstritz über Gera nach Weida
11. März 2014
Aus Anlass des 69. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald findet am Donnerstag, den 10. April 2014 der 28. Buchenwaldgedenklauf von Bad Köstritz über Gera nach Weida statt. Der Gedenklauf wird als Staffellauf von Sportlern aus Bad Köstritz, Geraer Sportvereinen und dem Radfahrerclub Solidarität 1895 e.V. durchgeführt.
Ablaufplan:
15:45 Uhr – Bad Köstritz, Friedhof
Gedenkveranstaltung der Stadtverwaltung Bad Köstritz am Gedenkstein für die Opfer des Faschismus
16:00 Uhr:
Start des Buchenwaldgedenklaufes durch den Bürgermeister von Bad Köstritz; Teilnehmer am Start: Läufergruppe aus Bad Köstritz. Die Läufergruppe aus Bad Köstritz beendet ihren Gedenklauf am Langenberger Steg
16:15 Uhr
Von der Läufergruppe aus Bad Köstritz übernehmen die Inlineskater des RSV „ Blau-Weiß“ Gera den Staffelstab am Langenberger Steg und laufen ab Langenberger Steg an der Elster entlang bis Tierheim Milbitz (Franzosenbrücke), weiter über die Untermhäuser Str., Schellingstraße bis Cubabrücke, Radweg an der Elster bis Untermhäuser Brücke, Küchengartenallee bis in den Geraern Küchengarten
16.30 Uhr
Von den Inline-Skatern des RSV „Blau-Weiß“ Gera übernehmen Staffelläufer der Geraer Sportvereine den Stab zu einem Staffelwettbewerb im Geraer Küchengarten.
16.30 Uhr
Zeitgleich starten die Radsportler des Radfahrerclub Solidarität 1895 e.V. zu ihrer Fahrt auf der Todesmarschstrecke in Gera nach Weida zum Gedenkstein für die Opfer des Faschismus – Platz der Freiheit.
Folgende Strecken sollten angefahren werden: Wiesestraße/Südfriedhof, Zwötzener Siedlung/Salzstraße, Weida/ Platz der Freiheit
Die Radfahrer fahren folgende Strecke: Abfahrt Geraer Küchengarten zum Hofwiesenpark, Elsterradweg bis Kreuzung Arminiusstraße (Querung mit Polizei), über Nettoparkplaz zur Wiesestraße, Gedenkstein Südfriedhof, zurück über Parkplatz Netto, entlang B 92 (Fußweg) bis Kreuzung Keplerstraße, Überquerung Keplerstraße und B 92 (mit Polizei), über Zwötzener Brücke-Elsterdamm-Salzstraße bis Friedensbrücke, Elsterradweg über Wünschendorfer-Str. – Holzbrücke-Elsterbrücke-Mildenfurth und nach links Radweg an der Weida bis zur Post Weida dann nach links Hauptstraße Weida bis zum Platz der Freiheit
16.45 Uhr
Der letzte Läufer in der Staffel übergibt den Staffelstab an den Redner der Gedenkveranstaltung des Thüringer Verbandes VdN/BdA e.V. Basisgruppe Gera zu Ehren der Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald.
Die Worte des Gedenkens und der Mahnung spricht Günter Domkowsky, Vorsitzender der Basisgruppe Gera des VdN/BdA e.V.
Die Teilnehmer des 28. Buchenwaldgedenklaufes legen Blumen am Denkmal für die Opfer des Faschismus im Geraer Küchengarten nieder.
18.15 Uhr
Eintreffen der Radfahrer in Weida /Platz der Freiheit
Worte des Gedenkens und der Mahnung spricht Wolfgang Willms – Mitglied der Basisgruppe de VdN/BdA e.V. Gera
An den Geraer Gedenkstätten Friedensbrücke, Unterröppisch und Zossen legen Mitglieder der Geraer Basisgruppe Blumen nieder.
Gedenken an Suhler Antifaschisten der „Friedberg-Widerstandsgruppe“
2. Januar 2014
Am 5. Januar 1945 wurden acht Antifaschisten der Widerstanssgruppe „Friedberg“ Adolf Anschütz, Rudolf Gerngroß, Friedrich Heinze, Ernst König, Emil Recknagel, Minna Recknagel, Karl Stade und Ewald Stübler im „20-Sekunden-Takt“ im Lichthof des Landesgerichtsgefängnisses Weimar hingerichtet.
Sie gehörten zu den über 200 Antifaschisten, die im Rahmen der beiden Massenverhaftungen des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 9. September 1943 und am 8. Juni 1944 in die Hände der Gestapo fielen, die in gewachsenen Widerstandsstrukturen der Betriebe und Wohnorte aktiv gewesen waren. Sie setzten ihren Widerstand auch unter den schwierigen Bedingungen der Haft in der Landesstrafanstalt Ichtershausen,weiteren Haftanstalten und im KZ fort.
In den nachfolgenden „Suhler Waffen- und Hochverratsprozessen“ des Volksgerichtshofes (VGH) und des Reichskriegsgerichts wurden 1944/Anfang 1945 Todesurteile gefällt, bzw. hohe Freiheitsstrafen verhängt. Die sogenannten Hochverratsprozesse und der generelle Hochverratsvorwurf gegen Frauen und Männer im Widerstand gegen das herrschene NS-Regime dienten der Diskriminierung und Kriminalisierung des berechtigten Widerstandes gegen eine Politik, die Deutschland in den Untergang eines Welt- und Weltanschauungskrieges führte und schlussendlich mehr als 50 Millionen Menschen den Tod brachte.
Am Sonntag, den 5. Januar 2014 um 10.00 Uhr werden Angehörige, Freunde und Mitglieder der Basisgruppe Suhl/Südthüringen des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschsten am Gedenkstein an der Wendeschleife Friedbergsiedlung der Ermordeten gedenken, daran erinnern, dass Krieg und Terror immer Opfer zu beklagen hat – damals wie heute.
Elke Pudszuhn
Sprecherrat Basisgruppe Suhl/Südthüringen TVVdN/BdA
Gratulation zur Auszeichnung mit dem Menschenrechtspreis 2013 an Heinrich Fink
14. Dezember 2013
Am 10. Dezember, dem Jahrestag der Proklamation der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, verlieh die Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM) in Berlin unserem Bundesvorsitzenden der VVN-BdA, Prof. Dr. Heinrich Fink den Menschenrechtspreis. Dazu erklärt die Thüringer Landesvorsitzende, Elke Pudszuhn:
Lieber Heiner,
wenn jemand diesen Preis verdient, dann Du.
Am 10. Dezember 2013, dem Tag der Menschenrechte wurde dir der Menschenrechtspreis von der Gesellschaft zum Schutz Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM) in Berlin verliehen.
Seit Jahrzehnten setzt du dich national und international für die Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte ein.
Du bist uns Vorbild im Kampf gegen jede Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, gegen alte und neue Nazis, gegen Geschichtsfälschung und Verherrlichung von Krieg und Faschismus.
Der Schwur von Buchenwald ist noch nicht erfüllt, für dessen Verwirklichung stehen wir fest an deiner Seite.
Herzliche Gratulation zu deiner Auszeichnungund laß dich umarmen,
Elke Pudszuhn
Landesvorsitzende des TVVdN/BdA








